
1956 - 2025 · Pionierin für Frauenrechte
Am 27. März 2025 verstarb Maria Imlinger viel zu früh. Als langjährige Leiterin und Erbauerin des "Haus der Frau" war sie Vorstandsmitglied bis zuletzt und hat unsere Gesellschaft zum Schutz von Gewalt betroffenen Frauen mutig geprägt.
In diesem Jahr wäre sie 70 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass möchten wir nicht Trauer tragen, sondern ein Fest der Erinnerung an diese großartige, kämpferische Frau feiern und Impulse für heute mitnehmen.
"Wir laden Sie und Euch herzlich ein!"



Maria Imlinger, geboren 1956 in Niederösterreich, widmete ihr Leben dem Schutz und der Stärkung von Frauen, die von Gewalt betroffen waren. Von 1991 bis 2018 leitete sie das Haus der Frau in St. Pölten - 27 Jahre lang mit unermüdlichem Engagement, Mut und einem tiefen Glauben an die Würde jedes Menschen.
Als Imlinger 1991 die Leitung des Frauenhauses übernahm, war Gewalt gegen Frauen noch weitgehend ein Tabuthema. Sie erkannte früh, dass Schutz allein nicht genug ist - Frauen brauchen Raum, Zeit und Unterstützung, um ihr Leben neu zu gestalten. Unter ihrer Führung wuchs das Haus der Frau zu einer der wichtigsten Schutzeinrichtungen Niederösterreichs.
1997 fand das Haus einen neuen Standort, und 2004 eröffnete das neu gebaute Haus der Frau mit 18 Plätzen für Frauen und ihre Kinder. Maria Imlinger war die treibende Kraft hinter diesem Neubau - ein Meilenstein in der Geschichte des Gewaltschutzes in Österreich.
"Maria Imlinger hat sich immer der Sache gestellt, sie war authentisch und hat auf der Erde einen Fußabdruck für Frauenrechte hinterlassen."
Der Kampf für die Gleichberechtigung der Frau und gegen Gewalt an Frauen war nicht nur ihr Beruf - es war ihre zutiefst gelebte Haltung, nach innen und nach außen, in jeder Phase ihres Lebens. Sie hatte immer den Mut, Tabuthemen anzusprechen, und ließ sich von Rückschlägen nicht entmutigen.
Trotz aller Herausforderungen - und es gab viele, von Budgetkürzungen bis zu gesellschaftlichem Widerstand - verlor Maria Imlinger nie ihren besonderen Humor. Auf kaum einem Foto ist sie ohne Lächeln zu sehen. Diese Leichtigkeit, kombiniert mit unbeirrbarer Entschlossenheit, machte sie zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.
Am 27. März 2025 verstarb Maria Imlinger im 69. Lebensjahr - viel zu früh. Doch ihr Werk lebt fort: Das Haus der Frau St. Pölten steht als lebendiges Denkmal ihrer Arbeit. Ihr Vermächtnis ist ein klarer Auftrag für die Zukunft: überall dort hinzuschauen, wo Frauen Schutz brauchen, und Räume zu schaffen, in denen ein menschenwürdiges Leben möglich ist.
Die Stadt St. Pölten hat ihr zu Lebzeiten gedankt - 2011 mit dem Ehrenzeichen der Landeshauptstadt, 2014 mit dem Kalcherpreis. Doch das größte Denkmal ist das Vertrauen der Frauen, denen sie geholfen hat, ein neues Leben zu beginnen.
Geburt von Maria Imlinger in Niederösterreich
Gründung des Hauses der Frau St. Pölten durch die Kath. Frauenbewegung
Maria Imlinger übernimmt die Leitung des Hauses der Frau - Beginn von 27 Jahren engagierter Arbeit
Neuer Standort für das Haus der Frau wird gefunden - Planung eines größeren Schutzhauses
Eröffnung des neuen Hauses der Frau mit 18 Plätzen für Frauen und ihre Kinder
NÖ Gewaltschutzgesetze stärken die Arbeit der Frauenhäuser
Verleihung des Ehrenzeichens der Landeshauptstadt St. Pölten
Auszeichnung mit dem Kalcherpreis für besondere Verdienste
Maria Imlinger geht nach 27 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand - bleibt aber Vorstandsmitglied
Maria Imlinger verstirbt am 27. März im 69. Lebensjahr - ihr Werk lebt fort
Benefizkonzert 'Der Klang des Widerstands' zum 70. Geburtstag - ein Fest der Erinnerung
Das femchor-Konzertprogramm mit Katharina Wenty - Lieder des Widerstands, der Solidarität und des Lebens.

Der Song handelt von Einsamkeit und emotionaler Entfremdung. Gleichzeitig beschreibt er das tiefe Bedürfnis nach Nähe, Zusammenkommen und gegenseitigem Halt - den Wunsch, nicht allein zu sein, sondern gemeinsam mit anderen bestehen zu können.
Das Lied verbindet den Kampf um faire Arbeitsbedingungen mit dem Wunsch nach Würde, Bildung, Schönheit und einem erfüllten Leben. Es ist ein feministisches und sozialistisches Solidaritätslied über Gleichberechtigung und Gemeinschaft.
2015 geschrieben, um Erfahrungen sexualisierter Gewalt zu verarbeiten. Später wurde er zu einer feministischen Hymne - ein Aufruf, die eigene Stimme zu finden und authentisch man selbst zu sein.
Der Song kritisiert patriarchale Rollenbilder und die unsichtbare emotionale und häusliche Arbeit, die Frauen oft allein leisten müssen. Er erzählt von Erschöpfung, Wut und dem Wunsch nach Befreiung.
Das Stück steht für die Unausweichlichkeit von Liebe, aber auch für den Wunsch, aus patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen auszubrechen. Es vermittelt die Kraft gemeinschaftlicher weiblicher Erfahrung und Solidarität.
Der Song thematisiert die Abwertung und den Ekel, den Frauen in patriarchalen Gesellschaftsstrukturen erfahren. Er entlarvt fragile Männlichkeit und beschreibt den Kampf gegen misogyn geprägte Machtstrukturen.
Eine motivierende Hymne darüber, dass das eigene Leben noch offen und gestaltbar ist. Er ermutigt dazu, mutig zu sein, Möglichkeiten anzunehmen und den eigenen Weg selbst zu schreiben.
Der Song beschreibt emotionale Leere, Sehnsucht nach Liebe und den Versuch, innere Schmerzen zu füllen. Er trägt starke feministische Untertöne und setzt sich mit Körperbildern und der Rückeroberung persönlicher Stärke auseinander.
Im Kontext eines Femchors entwickelt das Lied eine besondere Kraft: Es kanalisiert Wut, Widerstand und Zusammenhalt gegen diskriminierende gesellschaftliche Strukturen.
Das Lied handelt von Überleben, Widerstandskraft und Wiederauferstehung nach Leid und Unterdrückung. Die Zikade symbolisiert das erneute Auftauchen und Weiterleben trotz aller Versuche, Menschen zum Schweigen zu bringen.
Der Song erzählt von Trennungsschmerz und Verlust, aber auch davon, trotz allem am Leben festzuhalten und weiterzugehen. Er wirkt perspektivgebend und ermutigend - ein Lied über Hoffnung und Lebenswillen.
Das Haus der Frau wurde 1984 durch eine Initiative der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten gegründet. Heute bietet es 18 Plätze für Frauen und ihre Kinder, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchen.
Die Einrichtung bietet rund um die Uhr Schutz, fachliche Beratung durch Sozialarbeiterinnen, Begleitung zu Behörden und Gerichten sowie Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Maria Imlinger hat dieses Haus nicht nur geleitet - sie hat es geprägt, erweitert und zu dem gemacht, was es heute ist: eine lebensrettende Einrichtung für Frauen in Not.
Das Haus der Frau ist rund um die Uhr erreichbar. Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Hilfe benötigt:
Kostenlos, 24 Stunden, anonym
Der Erlös dieses Benefizkonzerts kommt dem Haus der Frau St. Pölten zugute - damit Marias Werk weiterlebt und Frauen auch in Zukunft Schutz und Unterstützung finden.